Wirtsstadl Rangersdorf

Jennifer Ann-Christin Thaler
6. Semester Bachelor

Das Ortsbild von Rangersdorf ist seit Jahrhunderten durch die Kirche und den beiden Gebäuden unterhalb der Friedhofsmauer geprägt. Es handelt sich bei diesen zwei Gebäuden um einen alten Gasthof und den dazugehörigen Stadl. Um die gesamte Region zu stärken, wird eine neue Nutzung für das Areal geschaffen. Die Grundidee ist Generationen und verschiedene Zielgruppen auf einen zentralen Ort zusammenzuführen. Zwischen den beiden Gebäuden und der Friedhofmauer spannt sich ein Platz auf, der für verschiedene Veranstaltungen genutzt werden kann. Der Alpe-Adria Trail führt durch eine Umleitung direkt an den Gebäuden vorbei. Dadurch entsteht eine neue Etappe des Wanderweges. Ebenso gibt es im Ort eine Schmiedbadwasserquelle, die in Form von einem kleinen Wellness- und Kneippbereich genutzt werden soll.

Wirtsgebäude

Der Schwerpunkt im alten Wirtsgebäude soll auf altersgerechtem Wohnen liegen. Durch Wohngemeinschaften können sich die Bewohner untereinander im Alltag helfen und unterstützen. Durch eine zusätzliche Tagesbetreuung wird den Menschen beim Haushalt und Einkauf geholfen. In den Obergeschossen gibt es jeweils zwei Wohnungen für je zwei bis drei Personen. Der Flur wird dabei zur Gemeinschaftsf läche. Die Wohnungen weisen zentral den gemeinsamen Bereich mit Küche und Wohnen auf. An der Nord- und Südseite sind großzügige Rückzugsräume mit Schlafzimmer und Sanitärbereich. Die denkmalgeschützten Stuben im Erdgeschoss sollen als Gemeinschaftsräume für beispielsweise Geburtstage oder Familienfeiern dienen.

Wirtsstadl

Im Stadl gibt es mehrere Nutzungen, die sich in den verschiedenen Geschossen aufteilen. Das Obergeschoss wird zum „Spiel-Stadl“. Die offene Dachstuhlkonstruktion wird mit neuen Elementen und Zwischenebenen ergänzt. Somit wird den Kindern ein völlig neues Spielerlebnis geboten. Für die Allgemeinheit entsteht im Erdgeschoss ein kleines Café und eine Verkaufsf läche. Hier können regionale Produkte, sowie Sportartikel für Wanderer in der Umgebung angeboten werden. Im Kellergeschoß gibt es einfache Übernachtungsmöglichkeiten, die speziell für den Alpe-Adria-Trail angeboten werden. Zusätzlich sorgt die „Schmiedbadgrotte“ mit traditionellem Bauernbaden für ausreichende Erholung.

 

Das Projekt wurde mit dem MANFRED KOVATSCH PREIS 2020 ausgezeichnet.