DEMENZZENTRUM DIAKONIE DE LA TOUR

Patrick Kukovec
1. Semester Master

Der neu entstehende „Volkspark“ wird in das Diakoniegelände verlängert und öffnet sich durch diese Maßnahme der Öffentlichkeit. Gleichzeitig wird mit dem Neubau des „Demenzzentrum de La Tour“ ein klarer räumlicher Abschluss des Parks im Süden geschaffen. Eine prägnante vertikale Weg Achse zieht sich von der Begegnungszone bis zum Neubau und mündet in den öffentlichen Hof des Demenzzentrums. Dieser bildet eine überdachte Vorzone aus und definiert den Hauptzugang. Die Anlieferung erfolgt über die Rosenegger Straße, um den „Volkspark“ verkehrsfrei zu halten.
Der Entwurf schlägt einen drei geschossiger Vierkanthof mit einem öffentlichen und einem privaten Hof vor, welcher außen mit seiner kantigen Formensprache auf die umliegenden Gebäude und die alte Klostermauer reagiert. Innen eröffnet sich dem Bewohner eine auf ihre Bedürfnisse angepasste „NEUE WELT“, welche von organischen Formen definiert wird.
Entlang der Außenfassade werden die Zimmertrakte, Erschließungskerne und Mehrzweckräume positioniert. Vorgelagerte organisch geformten Gangflächen fördern Rundgänge und vermeiden Sackgassen. In den Ausbuchtungen dieser Gangflächen entstehen Bereiche in denen Essen und Gemeinschaft in kleinen Gruppen stattfinden kann und die je nach Bedarf bespielt werden können. Zusätzlich wird diesen Bereichen immer ein überdachter Außenraum bzw. Loggia zugeordnet, welche sich geschossweise verschiebt und damit eine Dynamik in der Fassade aufbaut. Eine Verbindungbrücke, welche gleichzeitig die zwei Innenhöfe teilt ermöglicht zusätzliche Wege. Zusammengefasst ein offener Bewegungsraum, in dem sich die Bewohner frei bewegen können.
Im Zentrum dieses Bewegungsraumes liegt der begrünte Innenhof, aufgrund dessen auf Zäune, Mauern oder ähnliche Maßnahmen verzichtet werden kann. Der Innenhof bietet den Bewohnern auch eine geschützte Bewegungsfläche im Freien.
Insgesamt entstehen 79 Einzelzimmer, welche auf 5 Wohngruppen mit jeweils 16 BewohnerInnen aufgeteilt werden und ein „Pflegenest“ für 6 BewohnerInnen.

Das Projekt wurde mit dem MANFRED KOVATSCH PREIS 2019 ausgezeichnet.